Aktuelle Blogartikel
Unsere Garantie
Authentische Produkte.
Traditionell hergestellt.
Kräutersalz selber machen oder kaufen: worauf es ankommt
By Kevin
Kräutersalz selber machen ist im Grunde simpel: getrocknete Kräuter mit Salz mischen, fertig. Trotzdem misslingt es häufig. Die Mischung klumpt, schmeckt nach nichts oder verliert nach wenigen Wochen ihr Aroma. Das liegt selten am Verhältnis und fast immer an drei anderen Dingen: der Kräuterqualität, dem Trocknungsgrad und der Lagerung. Dieser Artikel erklärt, worauf es ankommt, und zeigt am Ende, wann sich Selbermachen wirklich lohnt.
Kräutersalz selber machen: das richtige Verhältnis
Ein festes Verhältnis gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Salz und Kräuter im Gleichgewicht stehen: Das Salz soll würzen, ohne die Kräuter zu überdecken, und die Kräuter sollen deutlich durchkommen, ohne dass die Mischung ihre Funktion als Salz verliert. Wie viel genau, hängt vom Aroma der Kräuter ab. Bei intensivem Oregano reicht weniger, bei milderer Supermarktware braucht es mehr, um überhaupt Geschmack in die Mischung zu bekommen. Herantasten und abschmecken. Beim Salz eignet sich grobes Meersalz besser als Tafelsalz. Es hat eine offenere Kristallstruktur, nimmt die ätherischen Öle besser auf und ist nicht jodiert. Jodsalz bringt einen eigenen Beigeschmack mit, der sich mit Kräutern nicht so gut verträgt. Rieselhilfen haben in einem selbstgemachten Kräutersalz ohnehin nichts verloren. Zur Herkunft: Meersalz aus Kreta.
Welche Kräuter eignen sich für Kräutersalz?
Klassisch sind Oregano, Thymian und Rosmarin. Alle drei sind aromastark, trocknen gut und behalten ihren Charakter über Monate. Petersilie, Basilikum und Schnittlauch funktionieren dagegen schlecht: Sie verlieren beim Trocknen fast ihr gesamtes Aroma. Der entscheidende Faktor ist der Gehalt an ätherischen Ölen im Ausgangsmaterial. Sie sitzen in winzigen Zellen und werden erst beim Zerkleinern frei. Kretischer Oregano gehört zur carvacrolreichen griechischen Unterart, handelsübliche Ware stammt meist von milderen Sorten. Man merkt es sofort beim Zerreiben zwischen den Fingern: Riecht es kräftig, ist genug drin. Riecht es nach Heu, wird auch das fertige Kräutersalz nach nichts schmecken. Warum das so ist, erklärt: Kretische Kräuter und Gewürze.Kräuter richtig trocknen
Die Kräuter müssen vollständig trocken sein, bevor sie ans Salz kommen. Restfeuchte ist der häufigste Grund für Klumpenbildung und Schimmel, und das Salz allein rettet die Mischung nicht. Luftgetrocknet an einem schattigen, luftigen Ort dauert es je nach Kraut drei bis zehn Tage. Sonne beschleunigt, kostet aber Aroma. Wer den Backofen nutzt, bleibt unter 40 Grad und lässt die Tür einen Spalt offen, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Der Test: Ein Blatt muss zwischen den Fingern hörbar zerbrechen. Biegt es sich, ist es noch nicht so weit.Mahlen und Mischen
Kräuter und Salz erst kurz vor dem Abfüllen zusammenbringen. Wer zu früh mischt, riskiert, dass verbliebene Feuchtigkeit aus den Kräutern ins Salz zieht. Beim Mahlgrad gilt: nicht zu fein. Ein Mörser ist einem Mixer vorzuziehen, denn elektrische Mühlen erzeugen Reibungswärme, und die kostet genau das Aroma, wegen dem man das Ganze macht. Je stärker zerkleinert wird, desto mehr ätherisches Öl wird frei und geht verloren. Eine grobe, sichtbare Struktur ist außerdem das, was ein gutes Kräutersalz optisch ausmacht. Nach demselben Prinzip lässt sich übrigens auch Gewürzsalz selber machen. Dann kommen Pfeffer, Knoblauch oder getrocknete Tomate dazu.
