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Kretische Küche: die 5 Zutaten, auf die es ankommt
By Kevin
Die kretische Küche braucht keine langen Zutatenlisten. Sie basiert auf wenigen Grundzutaten, die konsequent in guter Qualität eingesetzt werden. Olivenöl, Kräuter und Meersalz sind keine Accessoires, sondern das Fundament. Innerhalb der griechischen Küche gilt die kretische als die ursprünglichste Ausprägung, weil sie sich über Generationen kaum verändert hat. Wer diese fünf Zutaten versteht, versteht kretische Küche.
Was macht die kretische Küche aus?
Die kretische Küche funktioniert nach einem einfachen Prinzip: wenige Zutaten, dafür die richtigen. Gemüse und Hülsenfrüchte stehen im Mittelpunkt, Fleisch ist Beilage statt Hauptdarsteller. Gewürzt wird mit getrockneten Kräutern statt mit Fertigmischungen. Und Olivenöl ist nicht Brat-, sondern Geschmacksmittel. Konkret sind es fünf Grundzutaten: Olivenöl, Oregano, Thymian, Meersalz und Kräutersalz. Keine davon ist dekorativ, alle haben eine Funktion. Olivenöl trägt, Oregano prägt, Thymian ergänzt, Meersalz schließt ab, Kräutersalz verbindet.
1. Olivenöl: die Basis
In der kretischen Küche ist Olivenöl kein Fett. Es ist Geschmacksträger, Marinadenbasis, Dressing und Finishing in einem. Beim Verbrauch pro Kopf liegt Griechenland weltweit an der Spitze: Der Internationale Olivenrat weist zuletzt rund 9 Kilogramm pro Person und Jahr aus, andere Erhebungen kommen auf bis zu 12 Kilogramm. Die Spanne erklärt sich durch unterschiedliche Erhebungsmethoden und stark schwankende Ernten. Kretisches Olivenöl aus Koroneiki-Oliven hat einen niedrigen Säuregehalt und einen fruchtigen, leicht pfeffrigen Geschmack. Mehr dazu: Ist Olivenöl gesund?2. Oregano: das Leitkraut
Kein anderes Kraut prägt die kretische Küche so stark wie Oregano. Kretischer Oregano gehört zur besonders carvacrolreichen griechischen Unterart. Carvacrol ist der Wirkstoff, der für das intensive und hitzestabile Aroma verantwortlich ist. Beim Umstieg von Supermarktware genügt oft die halbe Menge. Mehr zu Ernte und Trocknung: Oregano trocknen und lagern.3. Thymian: der Begleiter
Thymian ist milder als Oregano, aber ebenso unverzichtbar. Er ist das zweite Grundkraut: zu Lamm, Geflügel, Fisch, Eintöpfen und langsam gegarten Gemüsegerichten. Oregano setzt das Leitaroma, Thymian trägt es durch den gesamten Garprozess. Beide zusammen bilden die Basis von Kräutersalz und klassischen Marinaden. Wo genau der Unterschied liegt: Oregano oder Thymian?4. Meersalz: der Abschluss
In der kretischen Küche wird Meersalz nicht zum Kochen großer Mengen verwendet, sondern als Finishing Salt. Handgeschöpftes kretisches Meersalz hat unregelmäßige Kristalle, einen milderen Geschmack und natürliche Begleitmineralien, die bei raffiniertem Tafelsalz herausgelöst werden. Mehr dazu: Meersalz aus Kreta.5. Kräutersalz: die Verbindung
Kräutersalz verbindet handgeschöpftes Meersalz mit Oregano, Thymian und Rosmarin aus Gouves. Kräuterdominant und nicht salzlastig. In Kombination mit Olivenöl entfalten sich die Kräuter am besten. Es eignet sich für Marinaden, Ofengemüse, gegrilltes Fleisch und Fisch. Wie man es selbst mischt: Kräutersalz selber machen.
